what have we found? the same old fear.

wish you were here...aber heute mal von Aslan, die beste Version. Und bin ich nicht schrecklich irisch geworden? Ich bin auf Aslan gekommen weil ich ihren ehemaliger Producer getroffen habe. Er hat uns nach Hause gefahren. In seinem Taxi. Er sagt, der Sänger von Depeche Mode sei der höflichste und tollste Mensch den er je getroffen hat, dicht gefolgt von Lemmy von Motörhead...

War das nicht eine fantastische Einleitung?

Da ich immer noch Mandelentzündung habe, habe ich durchaus die Muse heute ein bisschen über mein letztes Wochenende zu philosophieren. Da bleibt nur zu sagen: Every day is Halloween. Zumindest eine Woche lang. Schabernack mit allem was nicht niet-und nagelfest ist, betrunkene Assis die mitten in der Nacht singen, tanzen (über unserer Wohnung. Stundenlang), grölen, randalieren und sich natürlich verkleiden. Am besten fand ich Cocaine-girl. Die meisten müssen sich dazu allerdings nicht großartig verstellen. Sexual harassment by lesbians...mitten auf der Straße^^

Das alles nervt nur, wenn man krank ist und eigentlich schlafen will. Also habe ich mir 2 Staffeln Family Guy angeschaut und die restliche Zeit mich totgestellt. Ist es da nicht verzeihlich dass mans irgendwann nicht mehr aushält und ausgeht, raucht, trinkt? nein? Whatever.

Freitag bin ich also irgendwann in die Student Bar, hab mir von dem falschen Kerl Pool beibringen lassen und zwei gemütliche Cider getrunken. Wieviele Drinks ich bezahlt habe will ich gar nicht wissen. Inzwischen hab ich eine blasse Ahnung wie es ist, mit einem Iren zusammen zu sein. Aber es gibt so viel schlimmeres...Faden? Achso hier. Also hier auch ein schöner Song von Aslan in der Coverversion: Jealous Guy. Trotzdem war es verhältnismäßig lustig. Danach nach Hause und nur schlafen. Das kann aber auch nur ich, also wache ich mehr oder weniger alleine auf. An sich gut. Schleiche in die Küche, sehe nichts. Augen sind entzündet, und es ist ja nicht das erste Mal dass irgendwer auf der Couch schläft den ich nicht kenne. Aber...und die Geschichte dazu! Ich kann es nicht fassen. Mein unschuldiges, süßes Irland? Und meine unschuldige, süße Freundin? Wozu die Drogen? Und wer tut sowas eigentlich? (Ich glaube, die Garda wird diese Frage aus rassistischen Gründen auch nicht beantworten wollen.) Definitiv ein Ire. Und was eigentlich? Roofies? Da niemand den Krankenwagen gerufen hat werden wirs auch nie rausfinden. Nur wie es sich anfühlt, das weiß zumindest eine jetzt ziemlich gut. Also self-healing radio, Kotzeimer waschen und alles, das was abbekommen hat in die Waschmaschine. Dafür sind Freundinnen doch da. Du hast das nicht verdient...wünschte ich wäre da gewesen.

So geht ein seltsam irrealer Tag zu Ende. Ich beschließe also, nicht wegzugehen und gehe essen mit meinem darling. Diese Liebe für Queen in diesem Restaurant kann ich einfach nicht verstehen. Aber die vielen kostümierten Irren (ja ich meine Verrückte. Ich mach da jetz kein Wortspiel draus mit r in Klammern und so nem Mist) habens aber auch wieder rausgerissen. Dann noch the oak. Wenns sein muss. Der Abend hat so gut angefangen. Aber plötzlich finde ich mich in der Donnie Darko Halloween Szene wieder, mit passendem Soundtrack. Jesus war auch. Er kommt übrigens aus Sachsen. Dann trennen wir uns fast wegen dem letzten Glas Whiskey. Das Gute ist auch immer, dass er es 3 Sekunden später ohnehin vergisst und sich am nächsten Tag gar nicht mehr daran erinnern kann. Nach dem redseligen Taxifahrer kehren wir wie immer in Dave's Saustall ein. Schreibt einen Essay und konsumiert. Unter anderem auch Soyamilch. Was soll das? Ich verstehe diesen Typen ohnehin nicht, die Zuneigung seinerseits hält sich sowieso in Grenzen. Gut, wenn man unbewohnte Räume hat. Da kann man mal eben gut kotzen gehen. Sorgen mache ich mir schon lange keine mehr. Ich denke er wird jung sterben. Aber ich weiß, dass das für ihn in Ordnung sein wird. Endlich in mein eigenes Zimmer und weg. Dann Kater. Nicht nur bei ihm oder mir. Die ganze verdammte Wohnung ist verkatert. Aber eine Halloween Party musste ja unbedingt noch sein. Wer hat eigentlich all diese Menschen eingeladen? Wir hassen fast alle. Das Lästern danach war umso amüsanter. Und diese sozialen Muster...awkward, wenn man Bemerkungen macht wie "er mag mich sowieso nicht. Weil ich nicht gut aussehe". Betretenes Schweigen war definitiv ein running gag an diesem Abend. Und wo ist die Gastgeberin eigentlich? Niemand will so recht einspringen. Auch Betty Boop nicht, also raucht sie gemütlich 2 Zigaretten mit dem Joker. Die Bananen gehen nach 3 Minuten (zu recht!) und der perverse Zauberer mit dem Bart ist die einzige Erfrischung. Gut dass man wieder ein paar Facebook Freunde mehr hat, die man nicht mag. Wir erfinden Geschichten über den letzten Abend und Peter Pan und Hunde stellen überraschend gute Gesprächsthemen dar. Und S. hat eine Freundin? Wir sind uns alle sooo sicher dass er auf Männer steht. Wir tanzen YMCA und fast wären wir nur YMC gewesen. Auch gut. Alle gehen, zurück bleiben wir und Französischhausaufgaben. Mitten in die Lästerei stolpert unser Nachbar. Ich will immer alles haben und v.a. das was ich nicht kriegen kann. Das fängt an zu nerven. Ein besserer Umgang wäre er allemal. Nicht darüber nachdenken. I'm just a jealous guy.

Während ich also esse, was ich jeden Tag esse, denke ich an Aslan und the Cure und meine Mandeln und ich weiß nicht so recht. Der Campus ist wie ausgestorben. Jeder der es irgendwie vermeiden kann, verlässt heute nicht das Haus. Ich gehöre leider nicht dazu. Ich bin traurig und glücklich und irgendetwas fehlt. Der Wind dreht sich beinahe stündlich und irgendwer fällt immer in Ungnade. Bald bin ich auch an der Reihe. Vielleicht würde ich das aber auch gar nicht mitkriegen.

 I don't know how it started, but I know exactly how it will end... Die ständige Angst, verlassen zu werden um nicht verlassen zu müssen zehrt an meinen Nerven. Und ja, es wäre wirklich so schlimm. Vielleicht ist er nicht alles was ich hier habe. Aber doch das meiste. Derjenige, der mir die Hand hält wenn ich krank bin. Der mich anruft obwohl er Telefone hasst. Der auf mich aufpasst. Den ich immer nur vermissen kann...Ein Stückchen Heimat vllt. Deswegen kein Heimweh. Oder richten wir uns nur gegenseitig zu Grunde? Ein bisschen schöntrinken muss man sich mich immer.

We're just two lost souls swimming in a fish bowl, year after year. Running over the same old ground, what have we found? The same old fear...wish you were here. Oh how I wish you were here...

 1. meine Brüder

2. deutsche Arztrechungen

3. Ruhe

1.11.10 15:39

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Steff / Website (2.11.10 10:36)
... überall dieses Elend ...


nochn halber. (21.11.10 10:46)
Wish You Were Here ist eines meiner Lieblingslieder, allerdings von Pink Floyd, was der schon erwähnten seltsamen Faszination entspringt, die Glam- und Progressive Rock so tragisch zeitverfehlt auf mich auszuüben scheinen. Ich sitze hier, in bayrischer Pampa, der Nebelkönig versucht gerade mal wieder, Wanderer einzufangen um *endlich* seine jüngste Tochter verheiraten zu können (er will nicht verstehen, dass sie einfach nicht auf Männer steht - und schon gar nicht auf welche mit Thermounterhosen) und meine Mutter backt Sonntagskuchen. Ich bin seit letzter Woche um eine schreckliche Verwandtenerfahrung, psychoanalytische Erkenntnisse über Kastrationsangst und Penisneid (kann ich nicht nachvollziehen, ihr könnt ihn behalten, ich will ihn nicht!!! Ehrlich!!!) und Winterstiefel reicher, Russisch 3 ist deshalb ätzend, weil weder Du, noch irgendein anderer freundlich gestimmter Mensch darin sitzt - mir war nicht gewusst gewesen wie viel Russisch mit Dir und Flori und Sarah und Krischan zutun hatte.... miss ya!

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