and I will always miss dreaming my dreams with you.

Welches Lied gerade angemessen ist stellt sich vllt noch im Laufe des Schreibens raus und auch der Titel klärt sich später noch auf. Falls ichs nicht vergesse.


Ich habe also Ewigkeiten nicht mehr geschrieben und es gibt ohnehin niemanden bei dem ich mich deswegen entschuldigen müsste, das Internet ist voller Gnaden und vergibt immer. Ähnlich wie Jesus zum Beispiel.

Außerdem ist das für eine Erasmus Studentin ein gutes Zeichen. Man hat keine Zeit mehr um sich um die schnöden Dinge wie das Blog Schreiben zu kümmern.

Ohnehin muss ich das ganze etwas vage halten...irgendwie muss ich ja auch meine eigene Persönlichkeit und die von anderen schützen.

Na gut wo fange ich an? Wann hab ich das letzte Mal geschrieben und über was eigentlich?

Meine kurze Affaire mit dem Iren war ganz sicher nicht die beste Idee die ich je hatte aber sie war einer von vielen Bausteinen zu meiner jetzigen Situation. Außerdem stempeln wir sowas heutzutage gern als „naja, erstes Semester eben“ ab, zucken mit den Schultern und widmen uns der Gegenwart. Man könnte es auch als Verzweiflungstat bezeichnen. Um die Sache abzuschließen, ich hab ihn noch ein oder zweimal irgendwo herumlaufen sehen, aber ich hab einfach weggesehen und einmal sogar so getan als wäre ich in ein Gespräch vertieft^^Er ist wohl wieder mit seiner Ex zusammen. Sie tut mir sehr leid, ich bin mir sicher sie weiß nichts von meiner Existenz. Wie schmerzhaft ist das, die Freunde deines Freundes wissen es und kannten diejenige, dein Freund weiß es auch und keiner sagts dir. Traurig^^Soviel dazu.

Wann und wo sich mein Leben so krass verändert hat kann ich nicht mehr genau sagen. Irgendwo zwischen Dominion, Old-Lady's-Pubs, sehr viel Whiskey, Smithwicks und Weißwein, irgendwann zwischen einer Zigarette und der nächsten, im Regen vllt und sicher irgendwann im Januar. Ein Kuss der unerwarteter kam als jeder andere davor, ein paar verstörende Gespräche und danach nur noch ein perfekter Augenblick nach dem nächsten. Ich war noch nie so glücklich, und dabei hängt es gar nicht von dieser Person alleine ab...ich habe vielmehr wirklich verstanden was ich will, wer ich bin und wer ich sein will...und auch dass ich am Ende nichts jemals ganz verstehen werde. Dass ALLES möglich ist. Und nichts davon wirklich falsch ist. Wir fangen Krieg aus Langeweile und Egoismus an, Buddhismus verbietet ausschweifende Sexualität und Kohlenhydrate sind mein größter Feind. Und das ist nur eine kleine Auswahl von den Fakten des Lebens die ich hier gelernt habe. Ich habe meine Religion mindestens ein paar tausend Male gewechselt und ich bin sehr fromm. Ich bete Cheeses an und ich bekehre Jünger für die Church of Alan. Vielleicht werde ich auch bald eine Schokoente heiraten und mich endlich kreuzigen lassen. Alles ist möglich, nichts ist wahr, alles ist erlaubt!

Nützliches habe ich sicher auch getan, meine Karriere durchgeplant samt Plan A und Plan B, durchgehend As geschrieben (letztes Semester waren es fast nur As aber auch zwei B+) und fleißig gelesen und studiert. Ich habe alle, bis auf zwei, Romane von Mary Shelley gelesen, mich mit der Postmoderne und Cyberpunk auseinandergesetzt, Baudrillard lieben gelernt, meine Grenzen ausgetestet, Nächte lang auf Red Bull Essays geschrieben...gelernt dass ich ALLES schaffen kann wenn ich es nur will. Ich habe östliche und westliche Philosophie studiert und neue Freunde in German Modernism kennen gelernt, wo wir uns zu meiner Freude mit meinem Lieblings-Mann Tonio Kröger, dem besten Schnitzler Fräulein Else (ich bin sie!) und expressionistischen Gedichten (BENN!Oh Nacht!) auseinandergesetzt haben. Ich habe soviel gelernt und dabei sogar fast Spaß gehabt.

Unsere WG lief mal so, mal so. Mari und Michi kommen seit der ständigen Anwesenheit von Maris Freund Nate auch nicht mehr klar, Noelle ist sehr nett aber Alex ist manchmal seltsam. Ich liebe sie alle (naja gut mit Mari kann ich echt nichts anfangen und Nate ist halt ein Depp, da brauchen wir nicht zu babbeln) aber im Grunde genommen nur eine Zweckgemeinschaft und die Erkenntnis dass ich lieber in kleineren Wgs leben möchte. Die waren mir zu dreckig.

Aber all das ist im Prinzip so wahnsinnig nebensächlich. Ich mag das. Sonst müsste ich mich über das ein oder andere sicher stundenlang aufregen und das tut meinem Blutdruck doch nicht gut^^

Von Erasmus etc. habe ich mich völlig gelöst, damit kann ich nichts anfangen. Mein Schlüssel zum Erfolg war sicher das Dominion, schließe dich einer möglichst kleinen Subkultur an und du wirst so schnell Freunde finden wie ein nicht verhaltensgestörtes Kind an seinem ersten Tag im Kindergarten in der Igelgruppe. Es ist ein natürlicher Prozess.

Das mit A. Wird sicher immer irgendwie schwierig sein...jemand der so viel zu geben hat und nichts für sich haben will tut anderen auf Dauer nicht gut. Aber sicher der beste Gefährte wenn man orientierungslos, einsam und alleine durch eine neue Stadt eiert. Vielleicht ist das Dominion auch dem Untergang geweiht, aber das wäre sehr schade. Ich bin nämlich nur eine von sehr sehr vielen die in Dublin gestrandet sind und durch das Dominion sozusagen ihr Glück gefunden haben...viele sind daraufhin in Irland geblieben, einige haben untereinander geheiratet, Kinder bekommen etc. Und überhaupt ist es wundervoll, jede Woche andere Djs zu haben, billigen Eintritt, so tolle Menschen etc. etc.- wenn ich da an die Rofa oder das Nero zu Hause denke kann ich nur dieses verächtliche Pups-Geräusch aus Two and a half Men/ How I met your mother machen (Lönny, falls du das liest, ich kann das jetzt!^^). Aber sie machen wohl bald pleite. Leider.

Ein wichtiger Abend in diesem Zusammenhang war sicher auch der Gig einer Band die gerade durch Australien tourt. Es war wundervoll sie kennen zu lernen und die Afterparty war dermaßen LEGENDÄR, ich werde sie niemals vergessen. Der Walk of Shame zurück zum UCD ist mir noch nie so leicht gefallen.

Und mein Bild von Dublin hat sich nur stetig verbessert. Wie mir meine beste Freundin geraten hat mache ich dauernd Bilder in meiner Vorstellung und klebe sie in mein imaginäres Gedächtnis Album. Dieses Wochenende war sicher eins der bilderreichsten. Samstag waren wir auf einem food market (die besten Samosas und Frühlingsrollen der Welt, mein Lieblingsfrühstück), haben später Eier gefärbt, waren den ganzen Tag shoppen und spazieren in der Stadt, haben wundervolles Sushi gegessen und uns später mit Weißwein aus der Dose an den Kanal gesetzt, wo wir eine süße kleine Entenfamilie gefüttert haben. Es war perfekt. Danach haben wir meine Dreads aus Sheffield prepariert und auf meinem Kopf befestigt. Ich sah fabelhaft aus und wurde dekoriert wie ein Christbaum. (Der Nachteil des Dominions ist aber sicherlich die Knappheit an guten Kerlen, hätte genausogut im Schlafanzug gehen können. Dass ich das vorgeschlagen hab bereu ich aber ein bisschen, ich glaube das wird die nächste Motto Party) Nach dem Dominion waren wir wie immer ein wenig betrunken und sind ins Bett gefallen. Im UCD schlafe ich nicht mehr so gerne, versteht sich von selbst. Sonntag haben wir natürlich die Eier gegeneinander antreten lassen und sie dann verspeist, danach ging es mit dem Zug nach Howth, wo wir die Robben angeschaut haben, auf dem Pier gechillt haben, zu den Klippen gelaufen sind, eins der Häuser von Yeats gesehen haben und natürlich mehr Wein und Käse konsumiert haben. Die food markets da waren natürlich auch wundervoll – man kann alles probieren und es war köstlich. Am Ende saßen wir in The Bloody Stream, wo zufällig ein paar Musiker gerade angefangen haben...Es war einfach perfekt und wunderschön, nicht das fröhliche Gedudel dass sie normalerweise aufspielen, mehr melancholische Stücke, als sie „dreaming my dreams“ (z.B. Jamey Johnson) gespielt haben war das einfach einer der vielen, vielen perfekten Augenblicke an die ich mich immer gerne erinnern werde, und die ich schon jetzt immer mit einer gewissen Wehmut erlebe...ich weiß ja, nichts ist für immer da.

Heute waren wir shoppen mit J. und ich habe ein wundervolles Kleid gekauft. Es war auch wundervoll, in guter Gesellschaft durch die Stadt zu laufen und ständig Menschen zu treffen die ich kenne...das hätte ich nie gedacht dass das mal so wird^^ Das Kleid werde ich brauchen wenn wir IN STYLE nach Paris und Madrid fliegen. Two beavers, two absolutely posh ladies, ein paar Rockstars und ein Sumpf aus Städte besichtigen, Industrial, Parties, neuen Freunden und jede Menge Spaß...Freiheit vielleicht. Oder einfach nur Leben. Ich kannte diese Welt vorher nicht aber ich liebe sie und hoffe ich werde immer ein Teil davon sein. Klar ist die Finanzierung ein großes Problem. Im Moment zum Beispiel habe ich nicht mal genug um mir eine Mahlzeit zu kaufen, das Geld für Kleid, Essen der letzten Tage etc. war alles geliehen. Ganz ganz bitter. Ich würde sagen mein Leben scheitert zuweilen an der Realität, vllt träume ich noch mehr als vor Irland. Aber dann, ist träumen etwas schlechtes? Über Freuds Traumanalyse habe ich übrigens auch viel gelernt, es ist sehr traurig wenn man darüber nachdenkt. Wie oft ich von meinem (deutschen) Exfreund träume und dann wie seltsam und wirr manche Träume sein können. Und die, die ich tagsüber träume, sind vllt noch wilder...und manchmal ganz spießig. Ich würde am liebsten nach dem Studium in Deutschland nach Dublin ziehen und dort bei G. Arbeiten. Es wäre der absolute Traumjob, das absolute Traumunternehmen und ein paar Leute kenne ich da auch schon. Und ich könnte in Dublin bleiben, meine Träume weiterleben und mein Leben weiter träumen...

Mir wurde gesagt ich sei sehr reif für mein Alter. Ist das so? Das würde mich schon interessieren, wo ich doch so viel Zeit mit träumen verbringe...Vivre la vie comme un rêve.

Es wird ein bisschen schwer in das alte Leben zurückzufinden...ich liebe meine Freunde und meine Heimat natürlich schon. Aber wenn ich so weit weg sein musste um mich selbst zu finden, ist es dann in Deutschland nicht irgendwie einengend gewesen? Wo lag das Problem? Oder werde ich auch das alles jetzt in einem anderen Licht sehen? Auch meine Uni hat mir ein bisschen gefehlt, es wird zwar schwer zu akzeptieren, nicht mehr immer die Einserstudentin zu sein aber dafür ist der Anspruch auch wesentlich höher. Ich will das einfach verdammt gut machen und einen exzellenten Abschluss machen, um meine Träume nicht zu gefährden. So viel Realität muss sein. Vllt auch mehr arbeiten etc. - ich bin jung und brauche das Geld. Für Flüge nach Dublin und sonst wohin. Und für die Verbesserung meiner Klamotten, ich sehe manchmal doch ziemlich zerrissen aus, gar nicht wie eine Lady. WAR ON ERROR.

Ah, trotzdem wird es immer gut tun, zu Joy Division zu träumen, herumzuliegen und seinen trüben Gedanken nachzuhängen. Ich finde, Glück ohne Leid ist auch nicht wirklich Glück. Nur Euphorie. Bestenfalls. Noch stehe ich auch noch nicht unbedingt zu 100Prozent über den Dingen. Das bedarf in Deutschland auch erst einmal einer genaueren Probe.

Im großen und ganzen ist das Kapitel noch lange nicht zu Ende und so viele kleine Anekdoten und wundervolle Geschichten haben hier bis jetzt noch keinen Platz gefunden...Man kann ohnehin nicht alles erzählen. Aber ich wollte einfach mal ausdrücken, wie wundervoll es hier ist und wie einem das Leben unerwartet in die Karten spielen kann...ich glaube meine letzten Blog Einträge ließen diese Entwicklung ganz sicher nicht vermuten, damals wäre ich um ein oder zwei lockere Bekanntschaften schon froh gewesen und natürlich macht es das anfängliche Leid nicht ungeschehen...das eine geht halt nicht ohne das andere und alle, ALLES, ist eine Erfahrung aus der man lernen kann. Aber ich weiß jetzt schon, das hier ist die beste Zeit meines Lebens und egal was passiert ist und egal was noch passieren wird, sie wird es immer bleiben. Im Prinzip kommt da das Dionysische und das Apollonische ins Spiel und daher brauche ich auch unbedingt für beides einen guten Musiktipp...

Das Dionysische (also Party, Paris, Madrid, nicht ganz nüchtern, ausflippen, lieben , tanzen und immer nur tanzen): Ich schwanke zwischen Frittenbude-Elektrofikke und dem lange gesuchtem Never trust a Klingon von S.P.O.C.K. - ah, fuck it, da nehm ich beides.

Das Apollonische (also überlegen, rational sein, real vllt sogar, studieren, und vernünftig sein, über das Dionysische reflektieren) v.a. Für letzteres is da ganz wichtig, im Voraus schon mal, Frühling in Paris von Rammstein und von Joy Division mindestens Love will tear us apart, Decades und New Dawn Fades.


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Under the Judas Tree

 Deine Lakaien wären vielleicht angemessen.I missed again any word of affection, and where the rails end there is no more denying... aber eigentlich höre ich nur Aslan und Psyclon Nine. "Under the Judas Tree". Gave you my heart, gave you the knife. I could end this tonight. Wenn ich mal wieder besser drauf bin, empfehle ich sicher mal Fruh, schwarz und versteinart, "die alte Zugpferd". Aber das ist eine lange Geschichte.

Eine Armada von Stimmen die mir sagen, ich habs dir doch gesagt. Ich habs doch gewusst. Das hätt ich dir gleich sagen können. Abgesehen davon dass ich mir davon nichts kaufen kann, macht es die Sache auch einfach noch deprimierender. Falls das überhaupt geht. Franzosen, die der Meinung sind ich müsste schon erst mindestens mit Krebs aufwarten, um aus meiner eigenen Küche flüchten zu dürfen vor einer wahnsinnigen Italienerin und Menschen die ich nicht kenne. Ich finde Menschen komisch, die das e in Krebs so komisch kurz aussprechen.

Was ist eigentlich passiert? Back to black, back to Black Metal, back to nothing.  Nach SyPhilis hab ich irgendwie gedacht, niemand könnte mich je wieder so treffen. Und überhaupt, warum eigentlich DER? Dümmer als drei Iren, ich spreche seine Sprache besser als er selbst. Seine SMS waren manchmal lustiger als Referate im Germanistik-Seminar. Bis auf die eine vielleicht. This is the worst day ever, let it be clear that its not what I want but I do have to leave you, Il drop your money back to you but then I have to go, i love you so much but i have to leave you before i lose you, i miss you all the time," -  und dann immer dieses Komma am Ende von Sms, als würde da noch was kommen. Was für eine Unart ist das denn? Mal abgesehen davon, dass...per SMS? Wirklich? get yourself some balls, douchbag! Und das nächste Mal, warn mich vorher. Ich weiß eigentlich gar nicht was ich dazu sagen soll. Was ist das schlimmste daran? Dass ich es nicht mal wert war, sowas persönlich mitgeteilt zu bekommen? Dass er 100prozentig wieder zu seiner Ex zurückgeht weil er ein feiges, rückratloses Arschloch ist? Dass sie nie erfahren wird, dass er 2 Monate lang einer anderen mit seinen betrunkenen Liebesbeteuerungen auf die Nerven gegangen ist? Dass ich mich wieder mal von einem besoffen Volldeppen verarschen hab lassen? Dass ich so dumm war (ich kann eure schmerzverzerrten Gesichter an dieser Stelle sehen, tut euch keinen Zwang an), ihm 100 Euro zu leihen, die ich bis jetzt nicht wieder habe? Dass ich wieder mal ein absolut und total beschissenes Weihnachten haben werde? Ganz allein in einer riesigen Wohnung ohne Menschen, ohne Freunde, 2 Wochen lang? Wie konnte das alles passieren (spart euch den Mist, das ist eine rhetorische Frage.)?

Und nein, ich hab wirklich keine Ahnung warum. Ich meine, es ging wohl um das alte Problem dass ich irgendwann zurück in die Heimat gehe. Aber das war von der ersten Sekunde an klar, ich kann nicht mal "vegetarian" richtig aussprechen, es war einfach schon immer understood dass ich keine gottverdammte Irin bin. Und du hattest so lang Zeit dir das zu überlegen. Zum Beispiel als du überlegt hast, wie du am besten mit deiner Freundin Schluss machst. Sie hat einen Telefonanruf bekommen. Das muss man sich wohl verdienen, mit 3 Jahren Beziehung. Warum also muss man sich das jetzt, ausgerechnet jetzt, mal zu Ende denken und die Konsequenzen ziehen? Jetzt, wo ich mich darauf eingelassen habe, weil ich dachte, dass wir beschlossen haben, es trotzdem zu versuchen? wie konnte ich nur so blöd sein...und dann willst du eine Absolution von mir hören? dafür dass du der größte Feigling bist den ich kenne, dass du mir das Herz gebrochen und mich von vorn bis hinten verarscht hast? Es kann ja nicht mal um Sex gegangen sein. Vielleicht wolltest du mir einfach wehtun. Es ist so unfair, dass dir das niemals jemand antun kann. Wenn ich dich das nächste Mal sehe, spucke ich dir ins Gesicht. Das ist wohl alles was ich tun kann.

Beziehungsweise, was habe ich dagegen getan? Einen Gewaltmarsch nach Dundrum, gefolgt von Heulorgie, gefolgt von Mr. Vodka. Dieser Bastard, alles was ich davon habe, sind schreckliche Kopfschmerzen. Meine geliebte Michi! Britney Spears war auch mit im Spiel. Wir können ihre bescheuerten Choreographien wesentlich besser als sie. Ehrlich. Und Fridolin. Und African Heritage. Sich totlachen über die bescheuertsten Anekdoten. Ein fulminantes Ende, das mit dem Feueralarm. Hätt ich mir selbst nicht besser ausdenken können, Applaus an dieser Stelle. Faszinierend, dass ich echt lieber verbrennen würde als mich ohne Makeup nach draußen zu trauen.

Das ist jetzt auch immer extrem minderwertig. Jedes Wochenende muss ich Angst haben, ihm zu begegnen. Wer weiß, mit seiner grenzdebilen Ex im Arm. Warum will nur keiner mit mir darum wetten? Vielleicht will ich ihn auch treffen. Um ihm ins Gesicht zu spucken. Die Waffen einer Frau? Not quite.

Lösungsvorschläge? Elena meint, YADE würde mich jederzeit gerne kreuzigen. Hab ich überhaupt kein Problem damit. Ich wünschte, sie würde es ernst meinen.  Gute Nachrichten an dieser Stelle, vermutlich lass ich mich nicht kreuzigen. Weil mich das zu sehr an ihn erinnern würde. Just kidding, er hätte es bezahlt und ich kanns mir nicht leisten. Überhaupt wird das Leben in Dublin jetzt erst mal sehr viel teurer. Ersatz beschaffen ist auch ziemlich schwer. Immerhin denken die meisten wohl, ich rede erst gar nicht mit der verrückten Deutschen, sie ist eh bald wieder weg. Da könnt ihr euch ja dem Herrn C. anschließen, der denkt genauso. Nur dass er mich erst mal so gut ausnimmt wie er kann.

Summa summarum bin ich jetzt ganz alleine mit meinem Liebeskummer und Weihnachten und Soap and Skin und ich kann mich nicht freuen über Harry Potter und Glühwein und Dublin und SMS und Freunde und Dominion. Wieder bin ich allein und so kann ich nicht ins Dominion gehen. Überhaupt ist es schwierig, sich je wieder sehen zu lassen. Schön für dich, Dave, du hast deinen besten Freund wieder und darfst ihn dieses Mal behalten. Du musst dich auch nie wieder mit mir unterhalten. Und Diarmaid, glückwunsch, du musst nie wieder so tun als würdest du mich mögen. Hast du eh nicht sonderlich gut hinbekommen. Die Dinge werden einfach irgendwie weitergehen und ich bleibe irgendwie stehen.

Eigentlich sollte ich jetzt auch an was völlig anderem schreiben. Dank der beschissensten deutschen Uni aller Zeiten in Kombination mit der beschissensten irischen Uni aller Zeiten darf ich zwei Proseminararbeiten innerhalb 4 Wochen fertigstellen, inklusive Vorlesungen und Prüfungen in anderen Fächern. Ich dachte, vielleicht hätte ich mehr Zeit wenn ich nicht nach Belfast mitfahre. Dass wir zusammen fahren. Daraus wird wohl nichts. So wie aus nichts jemals irgendwas geworden ist. Da wiederholt sich letztes Jahr wirklich bis ins letzte Detail.

Manchmal ist es einfach alles zu viel. Oder viel mehr zu wenig.

Was ich vermisse an zu Hause? zu Hause vielleicht. Nicht dass es da irgendwie einfacher gewesen wäre. Aber da wäre ich wenigstens nicht allein. Aber das ist mir inzwischen auch egal. Denn Zuhause, das ist noch ein halbes Jahr weg.

1 Kommentar 21.11.10 12:48, kommentieren

what have we found? the same old fear.

wish you were here...aber heute mal von Aslan, die beste Version. Und bin ich nicht schrecklich irisch geworden? Ich bin auf Aslan gekommen weil ich ihren ehemaliger Producer getroffen habe. Er hat uns nach Hause gefahren. In seinem Taxi. Er sagt, der Sänger von Depeche Mode sei der höflichste und tollste Mensch den er je getroffen hat, dicht gefolgt von Lemmy von Motörhead...

War das nicht eine fantastische Einleitung?

Da ich immer noch Mandelentzündung habe, habe ich durchaus die Muse heute ein bisschen über mein letztes Wochenende zu philosophieren. Da bleibt nur zu sagen: Every day is Halloween. Zumindest eine Woche lang. Schabernack mit allem was nicht niet-und nagelfest ist, betrunkene Assis die mitten in der Nacht singen, tanzen (über unserer Wohnung. Stundenlang), grölen, randalieren und sich natürlich verkleiden. Am besten fand ich Cocaine-girl. Die meisten müssen sich dazu allerdings nicht großartig verstellen. Sexual harassment by lesbians...mitten auf der Straße^^

Das alles nervt nur, wenn man krank ist und eigentlich schlafen will. Also habe ich mir 2 Staffeln Family Guy angeschaut und die restliche Zeit mich totgestellt. Ist es da nicht verzeihlich dass mans irgendwann nicht mehr aushält und ausgeht, raucht, trinkt? nein? Whatever.

Freitag bin ich also irgendwann in die Student Bar, hab mir von dem falschen Kerl Pool beibringen lassen und zwei gemütliche Cider getrunken. Wieviele Drinks ich bezahlt habe will ich gar nicht wissen. Inzwischen hab ich eine blasse Ahnung wie es ist, mit einem Iren zusammen zu sein. Aber es gibt so viel schlimmeres...Faden? Achso hier. Also hier auch ein schöner Song von Aslan in der Coverversion: Jealous Guy. Trotzdem war es verhältnismäßig lustig. Danach nach Hause und nur schlafen. Das kann aber auch nur ich, also wache ich mehr oder weniger alleine auf. An sich gut. Schleiche in die Küche, sehe nichts. Augen sind entzündet, und es ist ja nicht das erste Mal dass irgendwer auf der Couch schläft den ich nicht kenne. Aber...und die Geschichte dazu! Ich kann es nicht fassen. Mein unschuldiges, süßes Irland? Und meine unschuldige, süße Freundin? Wozu die Drogen? Und wer tut sowas eigentlich? (Ich glaube, die Garda wird diese Frage aus rassistischen Gründen auch nicht beantworten wollen.) Definitiv ein Ire. Und was eigentlich? Roofies? Da niemand den Krankenwagen gerufen hat werden wirs auch nie rausfinden. Nur wie es sich anfühlt, das weiß zumindest eine jetzt ziemlich gut. Also self-healing radio, Kotzeimer waschen und alles, das was abbekommen hat in die Waschmaschine. Dafür sind Freundinnen doch da. Du hast das nicht verdient...wünschte ich wäre da gewesen.

So geht ein seltsam irrealer Tag zu Ende. Ich beschließe also, nicht wegzugehen und gehe essen mit meinem darling. Diese Liebe für Queen in diesem Restaurant kann ich einfach nicht verstehen. Aber die vielen kostümierten Irren (ja ich meine Verrückte. Ich mach da jetz kein Wortspiel draus mit r in Klammern und so nem Mist) habens aber auch wieder rausgerissen. Dann noch the oak. Wenns sein muss. Der Abend hat so gut angefangen. Aber plötzlich finde ich mich in der Donnie Darko Halloween Szene wieder, mit passendem Soundtrack. Jesus war auch. Er kommt übrigens aus Sachsen. Dann trennen wir uns fast wegen dem letzten Glas Whiskey. Das Gute ist auch immer, dass er es 3 Sekunden später ohnehin vergisst und sich am nächsten Tag gar nicht mehr daran erinnern kann. Nach dem redseligen Taxifahrer kehren wir wie immer in Dave's Saustall ein. Schreibt einen Essay und konsumiert. Unter anderem auch Soyamilch. Was soll das? Ich verstehe diesen Typen ohnehin nicht, die Zuneigung seinerseits hält sich sowieso in Grenzen. Gut, wenn man unbewohnte Räume hat. Da kann man mal eben gut kotzen gehen. Sorgen mache ich mir schon lange keine mehr. Ich denke er wird jung sterben. Aber ich weiß, dass das für ihn in Ordnung sein wird. Endlich in mein eigenes Zimmer und weg. Dann Kater. Nicht nur bei ihm oder mir. Die ganze verdammte Wohnung ist verkatert. Aber eine Halloween Party musste ja unbedingt noch sein. Wer hat eigentlich all diese Menschen eingeladen? Wir hassen fast alle. Das Lästern danach war umso amüsanter. Und diese sozialen Muster...awkward, wenn man Bemerkungen macht wie "er mag mich sowieso nicht. Weil ich nicht gut aussehe". Betretenes Schweigen war definitiv ein running gag an diesem Abend. Und wo ist die Gastgeberin eigentlich? Niemand will so recht einspringen. Auch Betty Boop nicht, also raucht sie gemütlich 2 Zigaretten mit dem Joker. Die Bananen gehen nach 3 Minuten (zu recht!) und der perverse Zauberer mit dem Bart ist die einzige Erfrischung. Gut dass man wieder ein paar Facebook Freunde mehr hat, die man nicht mag. Wir erfinden Geschichten über den letzten Abend und Peter Pan und Hunde stellen überraschend gute Gesprächsthemen dar. Und S. hat eine Freundin? Wir sind uns alle sooo sicher dass er auf Männer steht. Wir tanzen YMCA und fast wären wir nur YMC gewesen. Auch gut. Alle gehen, zurück bleiben wir und Französischhausaufgaben. Mitten in die Lästerei stolpert unser Nachbar. Ich will immer alles haben und v.a. das was ich nicht kriegen kann. Das fängt an zu nerven. Ein besserer Umgang wäre er allemal. Nicht darüber nachdenken. I'm just a jealous guy.

Während ich also esse, was ich jeden Tag esse, denke ich an Aslan und the Cure und meine Mandeln und ich weiß nicht so recht. Der Campus ist wie ausgestorben. Jeder der es irgendwie vermeiden kann, verlässt heute nicht das Haus. Ich gehöre leider nicht dazu. Ich bin traurig und glücklich und irgendetwas fehlt. Der Wind dreht sich beinahe stündlich und irgendwer fällt immer in Ungnade. Bald bin ich auch an der Reihe. Vielleicht würde ich das aber auch gar nicht mitkriegen.

 I don't know how it started, but I know exactly how it will end... Die ständige Angst, verlassen zu werden um nicht verlassen zu müssen zehrt an meinen Nerven. Und ja, es wäre wirklich so schlimm. Vielleicht ist er nicht alles was ich hier habe. Aber doch das meiste. Derjenige, der mir die Hand hält wenn ich krank bin. Der mich anruft obwohl er Telefone hasst. Der auf mich aufpasst. Den ich immer nur vermissen kann...Ein Stückchen Heimat vllt. Deswegen kein Heimweh. Oder richten wir uns nur gegenseitig zu Grunde? Ein bisschen schöntrinken muss man sich mich immer.

We're just two lost souls swimming in a fish bowl, year after year. Running over the same old ground, what have we found? The same old fear...wish you were here. Oh how I wish you were here...

 1. meine Brüder

2. deutsche Arztrechungen

3. Ruhe

3 Kommentare 1.11.10 15:39, kommentieren

eternity is at an end

heute bin ich mal so frei und empfehle ein ganzes Album, der guten alten Zeiten wegen. "Three cheers for the Newlydeads" von Ashbury Heights. Ich glaube, die kennt man hier auch, komischer Weise.

Grade habe ich sehr viel Zeit um hier rumzutexten weil ich krank bin und da ich so gerne rumjammere trifft sich das ja sehr gut. Gestern hab ich den Tag im Bett verbracht, ich glaube ich hatte Fieber. Den Tag davor, Bank Holiday, dachte ich noch, ich wär einfach nur verkatert. Hätte mich auch nicht gewundert *hier bitte dramatische Rückblende einfügen*

also Freitag war wirklich unglaublich langweilig. Die Decke ist mir auf den Kopf gefallen, ich habe irgendwann alle Hausaufgaben nachgemacht die ich sonst nicht erledigt habe, sogar Irish, und mein Zimmer plus Bad geputzt. Mein Freund  musste Samstag arbeiten, daher war einfach nichts zu tun. Die Zeit habe ich mir damit vertrieben, mir vorzustellen was ich alles tolles machen KÖNNTE.

Aber Samstag war dafür absolut wunderbar. Erst war ich verunsichert, was er zu meinem Killeroutfit sagen würde, auch das erste Mal zusammen schwarz weggehen kann sehr nervenaufreibend sein^^ Aber er war sehr tolerant und hat sich sogar als Meister des Korsett-Bindens rausgestellt. Irgendwas muss der Mann ja können.^^ Schnell ins spendierte Taxi und schon bin ich zu Hause. The Cure und normale Menschen und jede Menge JackCola. Dazu kostenlose Zigaretten. Ich verdiene das alles nicht. Die Musik war mal wieder wunderbar, hatte seine Flauten aber auch seine Momente. Schon traurig wenn man Nine Inch Nails "Closer to God" nicht kennt. Als DJ. Aber das wäre vllt auch ein bisschen zu viel des Guten auf der Tanzfläche gewesen. Dann ist es doch wieder traurig dass man die besten Kerle immer nur durch den eigenen Freund kennen lernt... Dave, falls du das hier liest, ich glaube du hast einen Bruder^^ ein bisschen wie Manson sieht er aber auch aus. Und er ist sehr nett. Und malt sehr gut. Und Peter, einfach wunderbar. Nur langsam frage ich mich warum mir alle sagen ich soll auf meinen Freund aufpassen. Lieber nicht drüber nachdenken, verschieben wirs auf morgen, Miss O'Hara.

 Das nächste Mal fauche ich Miss K böse an, wenn sie meinen Freund nochmal blöd anmacht. Schon erstaunlich, wie man auch in dieser ach so toleranten Szene noch als Außenseiter gelten kann nur weil man ein paar abgefahrene Piercings hat. In einem Gotenschuppen. Wirklich?

Das Problem sind einfach die Menschen. Immer und immer wieder. Im großen und ganzen bleiben wir immer Kinder. Da muss man sich um einen Freund streiten, dann ist wieder jemand beleidigt weil er nicht genug Aufmerksamkeit bekommt, Eifersucht, Neid, darüber kommen wir wohl nie hinweg. Whatever.

Halbwegs nüchtern und strahlender Sonnenschein an einem wundervollen Sonntag, den wir einfach in Samstag umbenennen weil Montag frei ist. Arm in Arm auf der Grafton Street bummeln. Diversen Straßenmusikern zuhören, unsere Witze machen, als würde der Tag nie zu Ende gehen. Wenn das Leben immer genau so wäre, wären wir wohl beide glücklich.  Einkaufszentrum, bescheidene Auswahl im 3. Stockwerk. Jason besuchen, Vampire-Eyes abholen. Deadly. Wird später seine Schwester ziemlich aufregen. Dann auf nach Tallaght! So schön hätte ich es mir nicht vorgestellt. Aber das ist es anscheinend auch nur, solange die Sonne noch nicht untergegangen ist. So einen herzlichen Empfang hatte ich selten bei der Familie eines Freundes. Gary's Vater umarmt mich zum Abschied und zum ersten Mal fühle ich mich nicht komisch, wenn ich so ein Haus verlasse. Hätte ich auch länger bleiben können. Gucken Inglorious Basterds, lachen über Hans Landa und diskutieren über den deutschen Akzent. "occurred" gave him away. Und wie kann man es ernst nehmen wenn eine Lady sagt, sie würde Hans Landa sofort heiraten?^^ Abgesehen davon, dass er ein Nazi ist...^^ Whatever. Irgendwann sind wir dann doch beide hungrig. Bestellen fachmännisch eine Flasche Rotwein und sind überrascht, wie nett man auch zu den Freaks in diesem Restaurant ist. Köstliches Essen, zu viel Wein. Sinatra! Und ich dachte, sowas gibts nur im Film. Verliebt und überglücklich treffen wir den Rest im Mezz. Komplimente und zu viel JackCola. Unterhalte mich mit dem niedlichen Evan über meinen Pony. Wieder einmal, ich kann nicht sagen wie gern ich alle habe und wie gut ich v.a. ihn und seine Komplexe verstehe! Und Dave wird mich ohnehin bald hassen. Ausgerechnet...! Aber wie ich schon sagte, Kinder, die wir alle sind. Er will einfach nicht teilen und ich will grundsätzlich haben, was ich nicht haben kann. Großartig!

Irgendwie sind wir dann wohl heimgekommen, ich glaube ich habe im Taxi geschlafen und die meiste Zeit Deutsch gesprochen. Wird das immer so laufen, ich bringe ihn Freitags nach Hause und er mich Samstags? Ich werfe ihm Sexismus vor, weil er mich betrunken niedlich findet (weil handsamer?). Er geht viel zu früh an diesem Montag der wie ein Sonntag ist. Wieder fällt mir die Decke auf den Kopf und ich fühle mich zu elend um Sport zu machen. Ich dachte es wäre nur der Hangover. Dienstag habe ich Fieber und gehe nicht zur Uni.

Es ist wirklich grauenhaft krank zu sein in einem fremden Land. Da ist wirklich einfach niemand und man fühlt sich schrecklich alleine. Ich höre ein deutsches Hörbuch an. Ich koche mitten in der Nacht Spaghetti. Ich sehe mir eine ganze Staffel Family Guy an. Trinke einen ganzen Tetrapack Schokosoyamilch. Ich schreibe Nachrichten auf Facebook an Leute die kein Internet haben. Ich freue mich über Gesellschaft in Skype. Ich träume eine schlaflose Nacht. Dieser Wind und diese Wärme. Ich ersticke.  Und wie sagt man jemandem, an deiner Stelle würde ich mir eine Kugel in den Kopf jagen? Ich bin froh, dass er von tropischen Inseln träumt. Nur wie lange noch?

Jetzt ist es doch so geworden. Alles, Irland, Dublin, das alles wird nur noch auf einen einzigen Kerl reduziert. Aber was würde ich sonst erzählen? Heute habe ich eine weitere oberflächliche Bekanntschaft geschlossen. Morgen gehen wir in diesen Club den ich hasse.

Da ist kein Zauber, keine betrunkenen Glitzerpartikel die irgendwo rumwirbeln. Dublin ist wie überall sonst auch. Dieselben Probleme, dieselben Gedanken. Ich bin froh, dass ich nichts anderes erwartet habe. Trotzdem bin ich enttäuscht. Vllt weil ich denke, dass alle anderen enttäuscht sein werden? Und dann wieder glücklich. Und dann wieder deprimiert. Ich will barfuß oder Lackschuh. Ich wollte nie den Kompromiss in der Mitte! Ich sehne mich nach Drama.

Es gibt eine Million Möglichkeiten wie ich das anstellen könnte.

 was ich diese Woche vermisse:

1. deutsche Ärzte

2. Mama

3. das Paket, das irgendwo lost in UK ist

4. Freunde

5. Perspektive

 

 

1 Kommentar 27.10.10 23:17, kommentieren

kahle Bedrohung

heute empfehle ich "kahle Bedrohung" von Feindflug und weil es sicher wieder mehr Text wird dazu noch "die in winter/stirb im Winter" von Wumpscut.

 

eigentlich müsste ich ja viel zu erzählen haben. Das Wochenende haben wir wie gesagt in Galway verbracht. Aber was soll ich sagen? Das Wetter war fantastisch, unds gehts gut, wie gehts euch? Es war einfach das übliche. Ein paar Burgen, eine Insel, die Cliffs of Moher. Sogar die Mini-Cliffs of Moher. Haben ja auch nur 5 Mal auf der Rückfahrt gehalten um wirklich nichts zu verpassen. So kann man zum Durchqueren dieses riiiiiesigen Landes auch gut 7 Stunden brauchen. Splendid. Galway ist irgendwie wie Jena nur in Irland. Klein und wunderbar. Am Anfang dachten wir auch es wäre billiger. Man wird von irgendwelchen Menschen auf der Straße mit verlockenden alkoholischen Angeboten in irgendwelche Clubs gezerrt nur um dann festzustellen dass man dort offensichtlich Spaß ohne Alkohol hat. Jedenfalls sind die Cocktails so armselig dass man nach 8 immer noch vollkommen nüchtern ist. Hab ich natürlich nicht selbst getestet*hust* Unsere Mitbewohner haben wohl was falschgemacht, dem ven verdächtig würgenden Geräuschen am nächsten Morgen nach zu urteilen. Privatspähre hatte man eh nicht. Diese guten alten Stockbetten! Wenigstens hatten wir Toast zum Frühstück. Auf die, die nichts haben! An zwischenmenschlichen Tragödien hats wie immer auch nicht gefehlt. Ein Wunder dass wir uns hier noch nicht alle gegenseitig getötet haben. Noch leben wir. Ich glaube nach diesem Jahr werde ich eiskalt sein und nur noch an mich denken. Anders kommt man anscheinend nicht weiter. Ich glaube ich bin die einzige die sich gelegentlich mal für die Gruppe opfert. Vermutlich wird deswegen aber nicht weniger auf mir rumgehackt. Vielleicht sollte mir das alles egal sein und ich wende mich den wichtigeren Dingen zu.

Zwischendurch hatte ich tatsächlich ja auch mal meinen Freund verloren. Er neigt dazu, gelegentlich zu verschwinden. Solange er irgendwann wieder auftaucht ist das wohl hinzunehmen. Panik hatte ich trotzdem. Und es ist ein bisschen suboptimal dass ich darüber mit niemandem reden kann. Also einen auf gute Laune machen und an den richtigen Stellen lachen. Solange er da ist, fällt mir das auch nicht schwer. Auch wenn ich mir so einen ausgemachten Schwachsinn wie I am legend anschaun muss. Ich dachte ohnehin, die Wirtschaftskrise wird von den Iren hier weitläufig ignoriert. Aber so direkt betroffen sein ist halt auch epic fail. Ich muss darüber nachdenken, dass ich doch alles habe, und er nichts. Kann ich ihm nicht ein bisschen von meinem Glück abgeben? Ich hasse diese Gesellschaft, ich hasse dieses ewige Geldscheffeln, ich hasse die Engstirnigkeit der Leute. Für mich hätte I am legend nur ein mögliches Happy End, so wie jeder Film eigentlich. Am Ende sind alle tot. Und die Erde lebte glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende.

Übrigens sollte man sich nicht zu sehr betrinken wenn man seinen Stammtätowierer zu den besten Freunden zählt. Es ist auch unschön, den Namen einer andren auf dem Fuß seines Freundes lesen zu müssen. So viel zum Thema Tattoos. Hoffentlich ist das neue schöner. 

Zurück zur Wirtschaftskrise. Wäre die nicht, würden wir morgen schick essen gehen mit Klavierbegleitung, uns vermutlich in the oak abschießen und glücklich und zufrieden aufwachen. Stattdessen liegt ein langes, liebloses Wochenende vor mir. Das ist auch alles kein guter Einfluss. Ich denke schon daran, meine Haare wachsen zu lassen. Der Pony verabschiedet sich schon, und der Sidecut...? Kann mir bitte mal jemand kräftig ins Gesicht schlagen? (Ich würde mich freuen, wenn mir mal einer ins Gesicht spucken würde...)

Es kommt mir grade so vor als wär die Zeit seit dem letzten Eintrag sehr langweilig gewesen. Unterhalten kann man sich übrigens hervorragend, wenn man im Erdgeschoss wohnt und vor seinem Fenster ein 2Euro Stück auf den Boden klebt. Ich finde das ist genial. Übrigens gibt es in Dublin natürlich keine 1€-Läden. Hier heißen die 2€ Läden...^^

Also was hab ich eigentlich gemacht?? Ich hatte aber auch ein Referat. Und eine Englisch-Prüfung. "Life is a series of risks" war mein Essay Thema. Wirklich, darüber wollte ich ja schon lange mal nachdenken. Ich komm nur so selten dazu.

mir fällt wirklich überhaupt nichts ein. Also das Wetter. Es wird auf jeden Fall Winter, und der wird hier ganz sicher furchtbar kalt. Wenn hier nicht alles glitzern würde, würde ich mir vllt sogar einen wärmeren Mantel kaufen. Zu Hause ist es sicher schöner im Winter, mit Schnee und allem. Und Glühwein. Und Lebkuchen. Wenn du es kannst, stirb im Winter! Ein bisschen einsam bin ich schon. Ich vermisse die Vernunft, die Gespräche, das Verständnis. Die Menschen, die, wenn sie nicht genauso sind wie ich, wenigstens verstehen wie ich bin. Warum könnt ihr nicht hier sein? Es ist so anstrengend, den ganzen Tag jemand anderes zu sein. Matthi, wie oft höre ich deine Kommentare in meinem Kopf...und Stefan, wenn ich zurückkomme, ist alles so anders. Ich hoffe aber besser. Und Lönny...wenn das nächste Mal jemand im Schlaf pubst und ich einen Lachanfall bekomme, muss ich dein "Oh Mann" live hören...

okay, ich habs mir überlegt. Eigentlich müsste man jetzt "nude" von Radiohead hören. Mein Nachbar hat einen hervorragenden Musikgeschmack. Aber wir haben uns zu sehr in der Diskussion verloren ob mein Freund nun 2 neue Wörter erfunden hat (vacocious, to hornify) oder nicht, dass ich nicht dazu gekommen bin zu sagen was ich sagen wollte. Er sieht immer noch ein wenig aus wie Mr Aprikose aber er ist ein kleiner Klumpen Hoffnung in dieser Flut von Dummheit, Arroganz, Ignoranz und grenzenlosem Egoismus. Diese verdammte language barrier. Wie können andere Menschen ihre Gefühle nur auf Englisch ausdrücken?

in diesem Sinne...

Don't get any big ideas
They're not gonna happen

You paint yourself white
And fill up with noise
But there'll be something missing

Now that you've found it, it's gone
Now that you feel it, you don't
You've gone off the rails

So don't get any big ideas
They're not gonna happen

You'll go to hell for what your dirty mind is thinking

 (lyrics by Radiohead)

achja, was vermisse ich diese Woche?

1. deutsche Supermärkte

2. Mamas Apfelkuchen

3. Nerodom/Rofa/Circus

4. Meine allerbesten Freunde, meine Familie, ihr Pfeifen!

5. hihi^^

 

P.S.: ganz sicher ist es nicht, aber WGT...das sieht gut aus!

5 Kommentare 21.10.10 20:49, kommentieren

...turn on the lights!

(heute empfehle ich mal: “When the music's over” von The Doors)


My beloveds! (zählt das als Juliana Spahr Zitat?)


Auch ich lebe noch. Und überlebe.

Was hab ich eigentlich getrieben seit dem letzten Eintrag? Ich habe keine Ahnung. Es war vermutlich eine Mischung aus weiteren Romanen, Gedichten, Hustenanfällen, Konsum, Filmabenden, Zickenterror, Geldsorgen und verkaterten Wochenenden.

Eigentlich ist alles irgendwie kompliziert und verrückt und gleichzeitig schrecklich einfach um nicht zu sagen primitiv und auch irgendwie deutsch. Egal wo ich hingehe, eigentlich mache ich überall genau dieselben Fehler. Einfach dieselben Sachen. Dublin ändert nichts daran.

Ich bin nach wie vor orientierungslos und es gibt Gerüchte dass Number 10 (uns verbindet eine Hassliebe) bald nicht mehr zum UCD fährt. Wie sollen wir dann hier wegkommen? Aber egal. Solange man einen spendablen Freund hat, der eh lieber Taxi fährt ist das zumindest an Wochenenden ja kein Problem.

Also gut, was habe ich aufregendes erlebt? Wir haben Filme geschaut, mit German und random Leuten. Unsre Heimat, das sind nicht nur die Städte und Dörfer...das sind auch Filme die in Berlin spielen und furchtbar schlecht sind und trotzdem muss ich weinen wenn ich deutschen Weihnachtsbraten auf der Leinwand sehe. Obwohl ich Vegetarierin bin. (WWWWWegetarian?Vegetarian!) Seitdem stehe ich auch auf Herbert Grönemeyer und City (“am Fenster”. Danach noch “The Notebook” und schon ist der Abend gelaufen.

Heimweh haben hier auch irgendwie alle. Nur ich nicht. Bis auf diesen einen Anfall. Deutschland, hassen wir uns denn wirklich so sehr? Und trotzdem ist alles nicht so einfach. V.a. das zurückkommen. Wie es aussieht, muss ich Ende Mai nach Hause. Das Semester hat dann schon zu lange angefangen, und das Wintersemester geht erst Oktober los. Im Endeffekt heißt das Kopfschuss. 4 Monate in Hollenbach, ohne München, ohne Auto, ohne Freunde die meiste Zeit. “Suizid” ist das, was bleibt, liebe Christa Wolf.

Insgesamt ist die Stimmung also eher mäßig hier, man könnte fast von einem Loch sprechen, das der Spaß hat.

Ein Lichtblick ist die sympathische Russian Society. Obwohl wir für Kyrilliza auf unsren coolen Gang-mäßigen Pullovern zu arm sind haben wir doch unseren Spaß. Anfänger Unterricht zwar, aber besser als nichts.

Mittwoch steht auch das Oktoberfest an. Das in Dublin habe ich ja verpasst aber die Deutsch Soc hat sich bestimmt was wunderbares ausgedacht. Und ich werde ein Dirndl tragen. Das ist es wert. Splendid!

Worüber sich irgendwie alle wundern, was mich wiederum wundert, ist dieser mysteriöse Ire an meiner Seite. Mal ehrlich Leute, das war doch klar! Hättet ihr ihn am Arthur's Day gesehen, hätten viele von euch die ganze Geschichte schon im Voraus erzählen können. Einfach weil er gut und gefährlich aussieht. Und genau der Typ ist, den ich unbedingt immer haben muss aber eigentlich nicht brauchen kann. Wie ungefähr 60% von dem Zeug das man bei IKEA kaufen kann oder diesen letzten Drink der immer irgendwie zu viel ist. Wie auch immer. Für die, die immer so viel fragen: Er heißt Gary Patrick Daniel Crowley, 24, und ist bestimmt nicht die Liebe meines Lebens. Also chillt mal! Aber er ist wahnsinnig lustig und niedlich und süß und v.a. deadly, rapid, gelegentlich awesome und ziemlich häufig supersplendid. Er lernt sogar deutsch für mich und schenkt mir jedes Wochenende mindestens 2 DVDs (mein Tipp: Dead Man's Shoes. Absolut genial!). Corpse Bride haben wir uns 3 mal hintereinander angeschaut. Er passt ganz fantastisch auf mich auf (manchmal vllt zu sehr) und ist auf jeden Fall lieb zu mir.

Das beste ist, wir haben die wunderbarsten Wochenenden. Freitag sind wir am Türsteher in der Students' Bar gescheitert und in einem superschicken Club gelandet, mit Kronleuchtern und Brunnen. Es ist mit unbegreiflich wie sein bester Freund Dave, der in einem riesen Haufen von stinkenden,ungewaschenen Klamotten lebt und nie nüchtern ist, darauf stehen kann. Ist jedenfalls der Stammclub von Mr. Skinny Jeans. Der Rest ist irgendwas zwischen Weißrussen, die wir angeschnorrt haben, Eifersucht und zu teuren Drinks. Am Ende hätte uns fast noch die Security erwischt. Denn, man merke, nach 12 dürfen eigentlich nur noch Einheimische nach Glenomena. Wir zahlen also ein Vermögen dafür, dass wir nicht mal entscheiden dürfen, wer in unsere Wohnung darf.

Samstag war aber noch besser. Eigentlich wollten wir nur friedlich mit Dave vorglühen und waren grade dabei Pizza zu bestellen (ich hab schon förmlich gesabbert), da kamen die bescheuersten Ideen auf. Nachdem Dave und ich uns wohl zu sehr in eine Bibel/Vegetarier/Bismarck/Shakespeare/Hitler(war übrigens KEIN Vegetarier!)-Diskussion vertieft hatten, hat mein Darling beschlossen dass wir weggehen sollten. Also haben wir Daves Bruder Evan eingepackt und sind zu viert relativ betrunken in ein 3 D Kino gegangen, wo wir uns gleich mal 2 Vorstellungen gegeben haben. Die 3 Jungs haben gekreischt wie kleine Mädchen, ich hab mich nur gewundert^^ Nach diversen Runden Pool und noch mehr Wodka mit Coke (hat das eigentlich einen Namen?) und Keksen und traurigen Erkenntnissen über Dublin (Wer schleppt seine kleinen Kinder und Babies denn ins Casino? Und warum sind hier höchstens 16 jährige um 10 schon so betrunken dass sie kaum stehen können?) haben wir einen riesen Stapel Postkarten an Passanten verschenkt, mussten Dave und Evan auf der Straße beim twisten zusehen (you twist so fine!) und sind letztendlich in The Oak gelandet. Wenn in Bayern ein Lokal Die Eiche heißt würde ich normalerweise sicher nicht DAS erwarten. Alternative Rock vom feinsten. Dazu “silly dance” von diesen deadly guys, inklusive Strip-Einlage von Evan und generell ziemlich viel nackten Männerhintern auf der Tanzfläche. Hier trinkt man auch v.a. Jager-Bums, also ein Stamperl Jägermeister in einem Glas Red Bull versenken und Ex. Ich hasse beide Zutaten aber zusammen schmeckts gut. Wirklich. Seit diesem Abend stehe ich auch auf Kings of Leon “Notion”. Das ist jetzt irgendwie “unser Lied”.

“When the music's over” von The Doors war der Eröffnungssong an dem Abend.

Den Sonntag hab ich irgendwie verschlafen und verquatscht, ich hab mein bestes in dieser Sache gegeben.

Vielleicht werde ich also eine Weile allein sein müssen.

Und das nicht alleine sein können ist hier eh ein wenig schwierig. Ich mag ihn. Sehr. Aber mein Irland-Voyeurismus passt ihm überhaupt nicht. Das wird jedes Wochenende ein Kampf. Und Gary, nur in stinkend aber gebildet, hat halt auch seinen Reiz. Damn it.

Das muss auch keiner verstehen.

Ich bin einfach nur müde.

Bis zum nächsten Mal, live von der Westcoast (Westcoast!).

Die heutige Top 5 von Dingen die ich vermisse:

1.

2.

3.

4. Brezen

5. Augustiner

3 Kommentare 12.10.10 01:24, kommentieren



Arthur's Day also. Der große Erfinder des Guinness muss gebührend begossen werden! Was wir da für so traditionell gehalten haben stellt sich aber bald als ein erst seit 2 Jahren existenter Marketing-Gag von Guinness heraus, zumindest hat das der random Typ im Pub erzählt. Wir machen uns also ganz aufgeregt auf den Weg in die Stadt, in das schönste irische Pub das ich kenne. Natürlich schon brechat voll wie der Bayer sagt. Aber es war viel brauchbares Mannsvolk anwesend. in letzter Sekunde ergattern wir noch unsre 4 Guinness und mangels eines Countdowns schreit einfach irgendwann jemand laut genug "to Arthur!" und das kollektive Zuprosten nimmt seinen Anfang, wenn auch nicht genau um 17:59, aber wen kümmerts. Als echte Bayern wissen wir ein gutes Bier zu schätzen, Silvia und Mari dagegen zwingen es mehr schlecht als recht da hin wo es hinsoll.

Schnell weiter, Temple Bar! Wir begegnen wieder den Straßenmusikern aus der ersten Woche, diesmal auf Straßenbegrenzungsposten balanzierend, bei strömendem Regen. Wieder begeistert tanzende und singende Fans, und Touristen. dem Percussion Typ fällt ein Tütchen aus der Tasche. Vermutlich Kokain. Temple Bar ist zwar als Touristengegend verschrieen, ist aber wirklich schön und sicher great craic, jederzeit.

Temple Bar, das Pub dieses Mal,  hat großartige Musik aber das Warten auf eine unbekannte größere Band (Coldplay Gerüchte kursieren) lässt die Stimmung sinken. Schweigen, Hunger. Wir lassen schließlich Silvia und Mari zurück und bahnen uns wieder auf verschlungenen Wegen den Weg heim, zu unsrer ersten richtigen Hausparty vom Appartment gegenüber. Erst mal was essen, umziehen, vor die Tür. 4 random Typen sitzen rum und öffnen nicht. Vor der Tür die Menschenmenge. Irische Mädels, arrogant und feige. Ungeduld. Endlich öffnet sich unverhofft die Tür. Große Freude auf beiden Seiten. Nimmt aber bei den Mädels schneller ab als sonst wo. Freaks, auf den ersten Blick. Die Arroganz macht sich schnell davon, zurück bleibe ich, mit Vodka und Coke vereint in einer Tasse und ein paar verrückten Typen. Wenn ihn nicht einmal seine eigene Mutter versteht, wie soll ich dann da klarkommen? Nicken und lächeln. Funktioniert. Der Abend nimmt seinen Lauf, man schüttet sich aus purer Männlichkeit Vodka in die Augenhöhlen. Wirklich beeindruckend. Der gutaussehende, angetrunkene Teil wankt Richtung Student Bar, es folgen mehr oder weniger philosophische Gespräche mit einem Mädchen aus Michigan und einem Typ der aussieht wie Mr. Aprikose (er empfindet das nicht als Kompliment.). Die Piraten sind zurück, noch betrunkener. Im Grunde genommen war ohnehin von vornherein schon alles klar. 6fach gepiercte Augenbraue. An die 50 Tattoos tun ihr übriges. In Irland fragt man aber auch immer ganz höflich nach einem Kuss. Nett, aber ich sag aus Prinzip dann immer nein. Später muss ich dann noch mal nachfragen. I'm kind of seeing somebody... for one and a half years...

Nicht mein Problem. Trotzdem fühle ich mich schlecht. Aber seinen Beteuerungen, ich sei die "fucking most gorgeous woman I've ever seen" konnte ich einfach nicht widerstehen. Und sein Lieblingspräfix "super-" ist einfach zu niedlich!

Also auf gehts nach 2 Stunden Schlaf zu German und Irish. Diese verdammten Iren kennen sich besser in deutscher Geografie und Geschichte aus als ich. Und Irish ist ohnehin eine Tortur.

Schnelles Wiedersehen mit meinem irischen Piraten, immer noch vergeben. Muss ohnehin Hausaufgaben machen.

Uni im allgemeinen wird ein wenig zum Problem (Dave, einer der Piraten, ist schon seit 3 Jahren im Second Year...Feiern und Uni sind einfach Erb und Erzfeinde). Musste feststellen, dass ich mich als Deutsche im 2. Weltkriegsseminar immer noch schuldig fühle, dass Irisch einfach verrückt ist und dass der nette Englisch- "Elite"- Kurs (vollgestopft mit Deutschen) die Schule zurück in die Gegenwart zerrt.

Was ich inzwischen vermisse: deutsches Brot (frisch geschnitten, supersoft, supertasty^^), bayerische Gemütlichkeit (Arthur's Day bekam zwischenzeitlich mit "Bayern, des samma mia" in der Endlosschleife eine neue Wendung), deutsche Liebe zum System (diese Busse halten einfach wo sie wollen! Was zur Hölle?!) und aussprechbare Namen.

Soviel dazu.

"There were only two emotions: love; and hate. There was no need to puzzle out the plot." ( "Between the Acts", Virginia Woolf)


2 Kommentare 26.9.10 00:25, kommentieren


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